Friendly in der Bundesstadt
Unser Team-Retreat Nr. 6 in Bern

Einmal im Jahr tauschen wir unsere Zoom-Fenster gegen ein gemeinsames Wochenende ein. Darauf freuen wir uns inzwischen schon Monate im Voraus.

Wir arbeiten vollständig remote und treffen uns zwar auch unter dem Jahr gelegentlich persönlich – dann aber meistens nur zu zweit oder zu dritt. Einige Teammitglieder leben und arbeiten zudem im Ausland. Umso besonderer ist es, wenn fast das ganze Team für ein paar Tage am selben Ort zusammenkommt.

Unser sechster Retreat im August 2026 war mit sieben Teilnehmenden gleichzeitig unser bisher grösster: Luke, Stefan, Ágota und unser Freelancer Nico reisten innerhalb der Schweiz an, Joey flog aus Ungarn und Matic aus Slowenien ein.

Unser Ziel war dieses Mal Bern, die Heimatstadt von Kathrin. Sie hatte für das Wochenende sowohl einige spannende Orte von lokaler Bedeutung als auch einige ihrer Lieblingsorte ausgesucht – und natürlich durfte dabei die Aare nicht fehlen.

Freitag: Es gibt viel zu feiern

Die Begrüssung am Freitagmittag vor dem Bahnhof Bern war eine besondere: Die meisten aus dem Team kannten Matic und Nico bis dahin ausschliesslich aus unseren Online-Meetings.

Ankunft am Bahnhof Bern: Joey, Stefan, Kathrin, Matic, Ágota und Nico. Ágota hat ihren Zoom-Hintergrund mitgebracht, damit wir sie erkennen.

Wir starteten unsere gemeinsame Zeit mit einem kleinen Mittagessen im schattigen Nebenhof des Generationenhauses. Bei Orgelmusik, die aus einem Fenster zu uns tönte, kamen wir im Wochenende an, plauderten bereits ausgelassen und gratulierten Ágota noch einmal nachträglich zum Geburtstag.

«Ich war wirklich überrascht, dass ich eingeladen wurde, weil ich eigentlich nicht fest zum Team gehöre. Aber das zeigt, wie die Werte von Friendly in der Praxis gelebt werden. Am Anfang hatte ich etwas Sorge, dass ich mich fehl am Platz fühlen könnte. Aber gleich als wir uns zum Mittagessen hinsetzten, war dieses Gefühl weg. Es kam mir so vor, als würde ich euch schon kennen.»

Nicolas Previdoli, Freelancer bei Friendly

Am Nachmittag stand unser erster Programmpunkt an: ein Kaffee-Workshop bei Blasercafé mit Giuliano Bartoli.

Matic, Joey, Ágota und Luke verkosten die Kaffeebohnen für unseren Blend

Wir vertieften unser Wissen über die Bedeutung der Bohnensorten Arabica und Robusta und ihre Geschmacksprofile, erfuhren von der überraschend wichtigen Rolle der Schweiz im internationalen Kaffeemarkt und lernten, wieviel Kunst darin steckt, eine gute Kaffeebohne über eine minutengenau präzise Röstung und eine sorgfältige Zubereitung zu einem fantastischen Geschmack zu verhelfen – und wie wenig es braucht, damit aus einer perfekt gerösteten Bohne in der Tasse ungeniessbares Zitronenwasser wird.

Blasercafé – Berner Kaffeegeschichte mit internationaler Reichweite

Blasercafé ist eine traditionsreiche, unabhängige Berner Familienrösterei. Gegründet wurde das Unternehmen 1922 von Walter Blaser und seiner Frau Cécile. Bis heute befindet es sich vollständig in Familienbesitz und wird in vierter Generation geführt.

Blasercafé: Seit 1929 an der Effingerstrasse in Bern

Blasercafés Bekanntheit geht jedoch weit über Bern hinaus: Blasercafé ist gleichzeitig ein wichtiger schweizweiter Gastronomiepartner und innerhalb der Kaffeebranche ein einflussreicher Ausbildungs- und Qualitätsakteur.

Zusätzlich ist Blasercafé durch die Schwesterfirma Blaser Trading im internationalen Rohkaffeehandel involviert. Blaser Trading beschafft Rohkaffee direkt aus den Ursprungsländern, prüft die Qualität, organisiert Handel, Logistik und Lagerung und beliefert Röstereien in der Schweiz und international. Damit trägt Blaser Trading zur Bedeutung der Schweiz als einer der fünf grössten Kaffee-Exporteure der Welt bei.

Die Krönung des Workshops bildete unsere eigene Röstmischung, von der wir jeder mehrere Päckchen mit nach Hause nehmen konnten – wir sind sehr gespannt auf unseren eigenen Friendly Blend.

Beim Workshop gab es noch einen Grund zum Feiern: Matic ist seit drei Jahren bei Friendly. Mit seinen Entwickler-Fähigkeiten hat er unser technisches Team enorm bereichert. Wir schätzen, wie gründlich und gleichzeitig freundlich er arbeitet. Und weil Matic ein grosser Korea-Fan ist, bekam er von uns neben einem Gutschein eine Auswahl koreanischer Süssigkeiten und Snacks.

Nach dem Workshop spazierten wir durch die Berner Altstadt zur Nydeggbrücke und weiter zum kleinen Restaurant Pêle-Mêle fast direkt am Fluss. Im lauschigen Garten unter schattenspendenden Bäumen stiessen wir auf die gemeinsame Zeit an. Die Karte war klein, das Essen sehr gut – und die langen Pausen zwischen den Gängen hatten auch etwas Gutes: viel Zeit für ausgiebige Gespräche.

«Meine Lieblingsmomente waren eigentlich die ganz einfachen – gemeinsam essen, unsere Geschichten erzählen und über persönliche Erlebnisse sprechen.»

Joey Keller, CTO bei Friendly
Ágota, Kathrin, Stefan, Nico, Matic, Joey und Luke im Pêle-Mêle (im Uhrzeigersinn um den Tisch)

Auch an diesem Abend gab es etwas zu feiern: Kathrin ist inzwischen seit fünf Jahren bei Friendly. Sie hat sich seit ihrem Start bei Friendly stark weiterentwickelt und managt aktuell neben dem Marketing unsere Informationssicherheits- und Qualitätsprozesse.

Luke hatte sich für ihr Geschenk etwas Besonderes überlegt. Neben einem Gutschein hatte er eine sehr gelungene Auswahl an Brettspielen zusammengestellt. Schon im Vorfeld hatte er eigens eine kleine Gratulations-Webseite für Kathrin gebaut, die sie sehr gerührt hatte.

Wir beendeten den Abend mit einem Glacé von der Eiswerkstatt im Alten Tramdepot beim Bärengraben.

Samstag: Aareschwimmen und Manege

Der Samstag startete mit einem gemeinsamen Frühstück im Hotel und mit der Überreichung des diesjährigen Retreat-Goodies.

Zu jedem unserer Retreats gehört inzwischen eine kleine Erinnerung. Dieses Jahr passte sie perfekt zum Programm: ein in Bern von Hand bedruckter und personalisierter Schwimmsack, natürlich im Friendly-Gelb. Den konnten wir auch gleich gebrauchen.

Mit dem Bus fuhren wir auf die Engehalbinsel und spazierten von dort durch den Wald der Aare entlang zum Zehndermätteli.

«Einmal bin ich fast durch den Bus geflogen, weil unser Busfahrer ziemlich wild unterwegs war. Gleich mehrere aus dem Team sind aufgesprungen und haben mich festgehalten. Offenbar funktioniert unser Team auch ausserhalb von Slack ganz gut.»

Ágota Dimén, Customer Support Specialist bei Friendly

Im Zehndermätteli richteten wir uns unter den Bäumen mit Campingstühlen, Hängematten, Snacks und Getränken ein.

Bei der anhaltenden Sommerhitze war der nächstliegende Plan: ab in die Aare.

Mit Schwimmwesten und unseren neuen Schwimmsäcken ausgestattet liessen wir uns vom kühlen, türkisfarbenen Wasser flussabwärts treiben. Wir konnten die Natur geniessen, uns unterhalten und vor allem sehr viel lachen.

Joey, Nico, Stefan und Luke beim Aareschwimmen, mit unseren neuen Schwimmsäcken

Es machte so viel Spass, dass eine Runde natürlich nicht reichte. Für die zweite Runde nahmen wir zusätzlich zwei kleine Boote mit, was die Tour noch unterhaltsamer machte.

«Mein Lieblingsmoment war, als Matic schliesslich sagte: „Okay, f*** it“, und mit uns in die Aare sprang. Als er schliesslich zusammen mit allen anderen im Wasser landete, hatte er ein breites Grinsen im Gesicht. Ich war direkt neben ihm, und diesen Moment werde ich nicht vergessen.»

Lukas Sigel, COO und CCO von Friendly

Das gemeinsame Aareschwimmen wurde definitiv zu einem der Highlights unseres Retreats – und war während der Hitzewelle die denkbar beste Abkühlung.

Auf dem Rückweg von der Aare machten wir einen kurzen Abstecher zu Kathrin, die ganz in der Nähe wohnt, bevor wir zu unserem letzten grossen Programmpunkt aufbrachen: dem Circus Knie.

Luke, Joey, Stefan, Kathrin, Ágota, Nico und Matic vor dem Circus Knie

Das passte gleich mehrfach zu unserem Wochenende: Knie ist eine Schweizer Institution mit einer besonderen historischen Verbindung zu Bern. Und die Knie AG ist mit ihrem Eventlokal «Zauberhut» und dem Kinderzoo ausserdem Kundin von Friendly.

Zu unserer Fallstudie mit Knie geht es hier.

Wir hatten Glück, dass der Circus Knie genau während unseres Retreats auf seiner Tournee Halt in Bern machte.

Circus Knie – Schweizer Zirkusgeschichte mit Berner Anfang

Die Geschichte der Artistenfamilie Knie reicht bis ins Jahr 1803 zurück. Damals gab Friedrich Knie in Innsbruck sein Medizinstudium auf und schloss sich der Artistenwelt an. Über mehrere Generationen zog die Familie anschliessend durch Europa.

Der Schweizer National-Circus Knie in seiner heutigen Form entstand 1919. Die Familie kaufte erstmals ein grosses Zirkuszelt – und gab am 14. Juni desselben Jahres auf der Schützenmatte in Bern die erste Vorstellung.

Knies erste Zirkusvorstellung auf der Schützenmatte in Bern 1919

Später wurde Rapperswil-Jona zum Hauptsitz und Winterquartier der Familie; dort eröffnete 1962 auch Knies Kinderzoo.

Über mehr als 100 Jahre entwickelte sich der Familienzirkus zu einem festen Teil der Schweizer Populärkultur. Die jährliche Tournee durch verschiedene Landesteile und Sprachregionen, die Zusammenarbeit mit bekannten Schweizer Künstlerinnen und Künstlern und die lange Familientradition machen Knie bis heute zu einer aussergewöhnlichen Schweizer Institution.

Die Vorstellung machte entsprechend einen gelungenen Abschluss für unseren Samstag.

Besonders in Erinnerung geblieben sind uns Alyona Pavlovas Akrobatik im Luftring, Clown Matute «Kein Problem» Alvarez, die Motorradkugel, der chinesische Löwentanz und natürlich die berühmten Knie-Pferde.

Kathrin und Joey geniessen die Vorstellung im Circus Knie

Sonntag: Bis zum nächsten Retreat

Am Sonntag blieb uns nur noch Zeit für ein letztes gemeinsames, ausgiebiges Frühstück, bevor wir uns wieder auf den Heimweg machten.

Unsere Retreats werden zunehmend zu einem Ereignis, auf das wir uns das ganze Jahr freuen.

Auf unseren Retreats lernen wir uns besser kennen, verstehen besser, was den anderen wichtig ist, und schätzen einander dadurch noch mehr. Und wir merken, dass diese persönlichen Begegnungen noch viele Monate in unsere tägliche Zusammenarbeit hineinwirken.

«Nach dem Retreat fühlt sich die Zusammenarbeit immer ein bisschen anders an. Ich lerne die Menschen hinter den Bildschirmen besser kennen – das macht für mich einen echten Unterschied.»

Lukas Sigel, COO und CCO von Friendly
Stefan, Ágota, Joey, Nico, Luke, Matic und Kathrin auf der Berner Bundeshausterasse

Deshalb freuen wir uns jetzt schon auf Retreat Nr. 7.

Vorhang auf: Die Rechnung

Wie jedes Jahr veröffentlichen wir auch die Kosten unseres Retreats.

Mit sieben Teilnehmenden war dies unser bisher grösster Retreat – und mit insgesamt 4’480 CHF auch der teuerste.

Auf ein ganzes Jahr betrachtet bleibt unser Retreat allerdings ein kleiner Kostenposten (53 CHF pro Person pro Monat). Gleichzeitig erleben wir seine Wirkung auf unser Team und unsere Zusammenarbeit als sehr gross. Für uns ist es deshalb eine Investition, die sich jedes Jahr wieder lohnt.


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